Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Den Betrieb habe ich 1993 von meinen Großeltern gepachtet. Zum damaligen Zeitpunkt wurden ca. 18 ha Acker- und Grünland bewirtschaftet und der Betrieb wurde gerade von Milchkühe auf Fleischrinder umgestellt, da es sich abzeichnete, dass die Milchviehhaltung mit 10 Milchkühen keine Zukunft hatte. 1997 wurden die ersten vier Schafe gekauft, dies war jedoch eher Zufall als Absicht. 1998 wurde die erste Herdbuch Charolaiskuh gekauft; bis zu diesem Zeitpunkt wurden Kreuzungstiere verschiedener Rasse gehalten. Ich habe mich damals dazu entschieden, diese Rasse zu halten, da sie eine gute Fleischqualitäten besitzt, außerdem sind die Tiere ruhig  und gutmütig im täglichen Umgang. Bereits in 2002 befand sich kein Kreuzungstier mehr im Rinderbestand, es wurden 8 Mutterkühe der Rasse Charolais im Herdbuch gehalten. Der erste Bulle wurde in Gemeinschaft mit einem anderen Zuchtbetrieb gekauft. 2008 habe ich dann beschlossen, eine zweite Rinderrasse auf dem Betrieb zu halten. Auf der Suche nach einer geeigneten Rasse, entschied ich mich nach einer Rasse zu suchen, welche sowohl einen guten Schlachtkörper bietet, als auch nicht so weit in unserer Gegend verbreitet ist. Durch unsere befreundeten Feuerwehrkameraden aus Cramberg in Rheinland-Pfalz, unter welchen sich auch ein Landwirt befindet, bin ich so zu der Rasse Piemonteser gekommen. Ich habe dann im April 2009 zwei Rinder in Cramberg gekauft. Im Juni 2009 wurde dann der Betrieb im Zuge der vorweggenommenen Erbfolge übernommen und befindet sich somit seit diesem Zeitpunkt im Eigentum. Mit der neuen Maschinenhalle wurde im September 2009 begonnen; sie wurde noch im Dezember 2009 fertiggestellt. Im November 2009 wurde der erste eigene Charolaisbulle gekauft, da der damals auch in Gemeinschaft gehaltene Deckbulle, bedingt durch eine Verletzung, nicht mehr in eingesetzt werden konnte. Obwohl zu diesem Zeitpunkt keine Charolaiskühe mehr im Herdbuch geführt wurden, wurde ein gekörter Bulle gekauft; dies soll auch zukünftig so sein. Im April 2010 wurde dann ein reiner Piemonteserbulle gekauft. Da diese Rasse in Hessen kaum verbreitet ist, wurde ich erst in Thür/Eifel fündig. Bedingt durch den Struckturwandel in der Landwirtschaft und die Maschinenkosten entschloss ich mich 2012 den Ackerbau auszulagern und bewirtschaften lassen. Dieser Schritt wurde notwendig, da die steigenden Lohnarbeiten im Grünlandbereich für andere Betriebe stetig zunehmen und der Betrieb sich somit auf seine Tiere, das Grünland und die Lohnarbeiten konzentrieren kann. Für die Zukunft ist die Aufstockung der Mütterkühe geplant und der weitere Ausbau der Direktvermarktung, welche seit 2009 bei steitig wachsender Nachfrage dem Betrieb angeschlossen ist.

Der Betrieb in Zahlen:
Es werden derzeit im Schnitt 20 Mutterkühe, überwiegend der Rasse Charolais, mit Nachzuchten und Absetzern, sowie ein Deckbullen gehalten.

Seit 2017 gehöhren auch zwei Rinder und seit 2018 ein Bulle der Rasse Zwerg Zebu zum Betrieb.

Die Mutterschafherde besteht aus Merinokreuzungen, hier werden im Schnitt 20 Mutterschafe und die Nachzuchten gehalten. Belegt werden die Mutterschafe von einem Bock der Rasse Schwarzkopf.

Ziegen der Rasse Burenziege werden seit 2015 gehalten.

Die Eier werden gelegt von 70 Legehennen.

An Fläche gehören ca. 34 ha Grünland zum Betrieb. Das Ackerland wurde, wie bereits beschrieben, 2012 ausgelagert und wird in einer Gesellschaft bewirtschaftet. Der überwiegende Teil der Flächen liegt in der heimischen Gemarkung. Es werden aber auch Flächen in anderen Orten bewirtschaftet.

Das Futter für die Tiere wird im eigenen Betrieb produziert, somit sind wir auch in der Lage, für die einwandfreie Qualität unserer Produkte zu garantieren, welche wir über die angeschlossene Direktvermarktung vermarktet werden.

 

Seit 2010 werden Lohnarbeiten für andere Landwirtschaftliche Betriebe im Bereich Rundballenpressen und Rundballensilage, sowie Grünfutterbergung durchgeführt.